Tag 17: Von Buchholz nach Freiburg/Elbe (99 km)

Heute Morgen frühstückten wir zeitig und machten uns dann mit Klaus und Hilke auf den Weg Richtung Freiburg an der Elbe. Das Wetter war heute perfekt, norddeutscher Sommer vom Feinsten. Der Wind hatte zwar auf Nordost gedreht, aber er wehte mäßig und war kaum spürbar.

In der frischen Morgenluft machten uns die „gewaltigen“ Höhen der Harburger Berge nichts mehr aus. Klaus und Hilke bewältigten die sandigen Wege auf ihren Rennrädern auch ohne Probleme. Schneller als gedacht erreichten wir das Alte Land. Neugraben überraschte uns alle mit einem schönen Ortskern. Wir alle vier kannten nur die häßliche Seite entlang der viel befahren Bundesstraße B 73.

Bei Cranz am Estesperrwerk blickten wir über die hier schon mächtige Elbe nach Blankenese. Dort waren wir vor zwei Jahren auf unserer ersten Deutschlandtournee gemeinsam geradelt.

Dann führte der Weg auf einen alten Deich. Links lagen die wunderschönen alten Höfe des Alten Landes, rechts erstreckten sich endlose Obstplantagen. In Jork überredeten wir den Kellner in der alten Windmühle uns die kalt angebotene Kartoffelsuppe warm zu servieren. Bei der Fähre Lühe-Deich war ein kleines Dorf aus Imbissbuden aufgebaut. Hier verspeisten wir mit vielen anderen Ausflüglern unseren Nachtisch: Fischbrötchen und Eis.

Weiter ging es mal auf, mal vor, mal hinter dem Deich. Die Elbe wurde mal breiter, mal schmaler. Viele kleine  und große Inseln liegen im Fluss: Schweinesand, Nessand, Lühesand, Pagensand und wie sie alle heißen. In einem kuriosen kleinen Imbiss empfahlen uns andere Radler Krautsand. Dort sollte es Strandleben wie in Sylt geben. Tatsächlich gibt es hier einen breiten, langen Badestrand. Die Elbe hatte ablaufendes Wasser und die Kinder vergnügten sich im freigelegten Watt. Einige hatten sich, zur Freude ihrer Eltern, im Matsch gewälzt und waren bis zu dem Haarspitzen verschlammt. Wir thronten über allem in einem netten Bistro und genossen Pflaumenkuchen.

Wir hatten die Fahrt gut getimet, so daß wir das Sperrwerk Wischhafen genau zu der Zeit erreichten, an dem es geschlossen und für Radler überquerbar ist. Hier verließen uns nach 92 gemeinsam geradelten Kilometern Klaus und Hilke, um nach Glückstadt überzusetzen und von dort mit der S-Bahn wieder heim zu fahren. Es war wieder mal ein schöner Tag mit unseren alten Freunden.

Wir hatten es nicht mehr weit bis Freiburg/Elbe.  Bernhard hatte am Abend zuvor ein Zimmer im Gut Schöneworth reserviert. Jetzt genießen wir den lauen Sommerabend im schönen Garten hinter den beiden mächtigen Gutshäusern.