Tag 5: Von Buchholz nach Hodenhagen – 93 km, 525 Hm

Unsere Freunde begleiteten uns heute bei herrlichem Spätsommerwetter einen weiteren Tag auf unserer Radtour. Nach einem guten Frühstück ging es auf ruhigen Straßen und Wegen ins Herz der Lüneburger Heide nach Undeloh und Wilsede. Ab Undeloh waren zahlreiche Pferdewagen, Wanderer und andere Radler unterwegs: Die Heide blüht und färbt die gesamte Landschaft lila. Und es summte nicht der Tinnitus im Ohr, wie Bernhard meinte, sondern die zahlreichen Bienen.

Wo der berühmte Wilseder Berg liegt, dessen 169,2 Meter wir eigentlich erstürmen wollten, ist vermutlich das gut gehütete Geheimnis der Pferdekutscher. Es war klar, dass es ihn gibt. Einige Schilder erwähnten den Geheimnisvollen, aber sie führten uns nicht zum Berg. Also radelten wir auf sandigen Wegen weiter nach Oberhaverbeck, wo wir im Garten eines schönen großen Heidegasthofes unsere verdiente Mittagspause machten.

Ausblicke über die Heide hatten wir auf den vielen, folgenden sanften Bodenwellen noch genug. Der Nachmittag verging dann beim Durchfahren der Südheide bei vielen Gesprächen wie im Fluge. In Soltau machten wir noch eine kurze Pause, um den Zuckerhaushalt mithilfe eines leckeren Eisbechers zu stabilisieren, bevor wir dann in Bad Fallingbostel unsere Freunde an der Bahnstation verabschiedeten.

Auch das Lönsgrabmal im Tietlinger Wacholder Hain bei Bad Fallingbostel versteckte sich vor uns, dafür durften wir die Grabstätte Wilhelm Asches, eines anderen Heideförderers und Heimatdichters, entdecken. Solcherart aufgebaut, flogen wir dem „Cosy Home“ in Hodenhagen entgegen, wo wir mit exzellentem Flammekuchen empfangen wurden. Jetzt noch ein Bier und dann sinken wir nach einem schönen Tag müde und glücklich ins Bett.