Tag 2: Von Bongsiel nach Büsum – 105km

Heute flogen die Schwalben mal wieder ziemlich tief. Aber das Wetter war viel besser. Verblüffender Weise schien die meiste Zeit die Sonne und es gab nur ein paar Schauer. Bei unserer Mittagspause in Husum konnten wir unsere Krabben im Rührei tatsächlich im Freien genießen. Auch die weitere Fahrt verlief angenehm und abwechslungsreich. Unter anderem durchquerten wir die ganze „Welt“. Das technische Wunderwerk des Eidersperrwerks wurde bewundert und zwischendurch immer wieder die vielen, vielen Windmühlen, die fleißig den Strom für die E-Biker im Schwarzwald produzieren (Hier fährt man noch vorwiegend Hollandrad).

Einzig die „Rache der Steinzeit“ machte heute wieder Probleme. Am Morgen pulten wir gleich zweimal perfekte Miniaturkeile aus Feuerstein aus unseren Radmänteln und flickten „geduldig“ die Löcher, die die messerscharfen Steinchen gebohrt hatten. Aus diesem Grund kauften wir in Husum neue Mäntel, die wir zwar nicht aufzogen, aber als Drohung reichte es wohl. Wir hatten heute keine weiteren Platten.

Na, und dann muss auch noch der Südwestwind angeprangert werden, der das Vorankommen „etwas“ schwieriger machte. Eigentlich bläst der Wind hier ja immer aus Nordwesten – warum nicht während wir hier radeln? Und zum Schluss soll nicht unerwähnt bleiben, dass ein GPS-Gerät mit kapazitiver Touch-Steuerung im Regen extrem schwer zu bedienen ist und bei jedem Regentropfen glaubt, jemand hätte den Bildschirm berührt.

Abends gegen 19 Uhr sahen wir Büsum unter schweren Gewitterwolken vor uns liegen, die der Südwester aber Gott sei Dank wegpustete und uns diesmal gleich mit – in Richtung „Bett & Bike“ bei einem sehr netten Paar.