Tag 14: Montceau-le-Mines – Chalon-sur-Saone (75 km, 156 hm)

Le voyage a continué le long du canal. Ein Kanal, den der Mensch bergauf über den Berg gezwungen hat. 

Das Tal wurde nach Montceau schmaler, die Hügel rechts und links höher. Der Canal du Centre verläuft hier in der Verwerfung zwischen der Côte d’Or und den Bergen des Charolais. Wir spürten es in den Beinen, dass es bergauf ging. Die Schleusen kamen in immer kürzeren Abständen. Der Kanal schmiegte sich an die südöstlich liegenden Hügel des Charolais. Auf der nördlichen Seite sahen wir die kalkig weiße Abruchkante der Côte d‘Or.

In Montchanin erreicht der Kanal bei 301 Metern den höchsten Punkt und die Wasserscheide. Das Kanalbett verläuft weit oberhalb des Tals. Mehrere Stauseen versorgen es mit Wasser. Dann geht es steil bergab in das breite Becken der Saône. Eine Schleuse reit sich an die nächste. Chagny liegt nur noch auf 227 Meter. Dort wendet sich der Kanal nach Süden und erreicht bei Höhe 172 Meter Chalon und die Saône.

Landschaftlich war diese Strecke bisher der schönste Teil. Die steilen Hügel, die kleinen Städte und der weite Blick Richtung Norden gefielen uns besser als die sich über lange Strecken kaum ändernde Landschaft rechts und links der Loire. Die großen Bäume entlang der Strecke boten immer wieder Schatten. Auf dem Kanal waren viele Ausflugsschiffe und vereinzelt auch Frachtschiffe unterwegs.

Sonntags gehen die französischen Männer angeln. Jede Stelle, an der man ein Auto parken konnte, war besetzt von Anglern. Der Kanal wird zur Straße von Leitplanken begrenzt. Viele hatten Halterungen für die Angel gebastelt, die man in die Pfosten der Leitplanken stecken kann.

Da es heute wieder sehr heiß wurde, waren wir trotz der schönen Landschaft froh Chalon zu erreichen. Hier fanden wir endlich auch einmal eine Eisdiele. Das große Eis tat gut nach der langen Fahrt durch die spätsommerliche Hitze. Wir schlenderten durch die schönen Gassen der Altstadt hinunter zum überraschend breiten und wohl gefüllten Fluss.

Auf der île Saint Laurent kehrten wir in einem kleinen Restaurant ein. Der Chef de Cuisine „tripelt“ alle Gänge. Drei Varianten Schnecken, Muscheln und Eis für Andrea, drei Varianten salzige Pannacotta, Geflügel und reichlich mit Alkohol übergossenes Eis für Bernhard. Dazu ein kühler Chabli. Ein sehr köstlicher Abschluss eines wunderbaren Radeltages.