Bayern-Tour: Fazit

Wie auch in den vergangenen sechs Jahren, war auch dieser Urlaub wieder extrem erholsam und interessant. Wir haben die Radstrecke diesmal nicht entlang vorhandener Langstreckenradwege geplant, sondern die Entdeckung bisher nicht besuchter Landkreise in den Mittelpunkt gestellt. Dadurch haben wir einen sehr intensiven Eindruck von Bayern erhalten, der abseits der ausgefahrenen Wege war. Ein großes Lob geht dabei an den Radroutenplaner Bayern. Die mit diesem Planer erstellten Routen waren perfekt!

Nach der Befahrung von touristisch attraktiven Strecken, wie z.B. des Chiemsee-Radwegs, waren wir immer wieder glücklich, dass es auch einsamere Strecken gab. Dabei ging es dann zwar häufig bergauf und -ab, dafür musste man dann aber nicht auf die anderen Radler achten. Tourenradler sahen wir nur wenige. Auf der Strecke zwischen Kaufbeuren und Memmingen trafen wir ein Paar aus Freiburg, mit dem wir eine Weile zusammen radelten und Erfahrungen austauschten. Wir stellten gemeinsam fest, dass wir offensichtlich zu der aussterbenden Art der Selbsttreter gehören.

Die Etappen waren wie  immer so gewählt, dass genügend Übernachtungsmöglichkeiten zur Auswahl standen. Auch wenn die Buchungsportale volle Belegung signalisierten, bekamen wir telefonisch immer noch ein Zimmer. Interessant war, dass man sich bei den meisten der sehr schön erhaltenen Ortskerne nicht dazu hatte durchringen können, den Autoverkehr zu verbannen. Das hieß dann aber auch, dass wir abends oft auf einem viel befahrenen Platz saßen. Kulinarisch hat aber auf dieser Tour alles gepasst. Wir sind auf dieser Tour sehr viel besser bekocht worden als auf unserer Mittelgebirgstour letztes Jahr.

Schaut man sich die nackten Zahlen an, so sind wir 1132 km mit dem Rad durch Bayern gefahren und haben dabei 8335 Höhenmeter überwunden. Das sind mehr Höhenmeter als auf unserer Nord-Süd-Tour oder unserer Mittelgebirgstour letztes Jahr. Wir haben an 17 Tagen insgesamt 72 Stunden im Sattel gesessen, was einer durchschnittlichen Tagesleistung von 4 Stunden und 14 Minuten entspricht. Damit setzt sich der Trend fort, dass wir immer weniger Zeit mit dem Radfahren verbringen. Dabei haben wir dann eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 15,7 km/h erreicht, was wohl insbesondere den vielen Höhenmetern geschuldet ist.

Die Frage, ob wir unser Ziel erreicht haben, beantwortet sich aus dem Beitragsbild. Wir haben es tatsächlich geschafft, in jedem der noch nicht besuchten Landkreise einen Cache zu finden. Somit haben wir jetzt 318 von 423 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten bereist – inklusive der Stadtteile in Stadtstaaten. Der nördliche Teil Bayerns bildet aber immer noch den größten Teil der verbleibenden Kreise. Wir freuen uns jetzt schon auf neue Touren!