Regen – Plattling (55 km, 577 hm)

Über den Wolken … lag Regen heute morgen gerade nicht, aber das helle Grau des Hochnebels über der Stadt ließ hoffen. Zurück auf dem Weg nach Patersdorf radelten wir bergauf erst einmal in die Wolken hinein. Als wir von Altenmais die lange Strecke bergab sausten kam die Sonne heraus und wärmte uns den ganzen Tag.

Der Radweg führte uns von Patersdorf parallel zur Waldbahn und der Bundesstraße 11 hinab nach Deggendorf an der Donau. Bahn und Straße nutzen hier die Graflinger Passsenke entlang des Bogenbaches. Wir radelten, zumeist etwas abseits, auf schönen Waldwegen, spannenden Singletrails oder glatten Dorfstraßen. Zudem wird die B11 zur Zeit verbreitert und ist zum größten Teil für den Durchgangsverkehr gesperrt. 

In Ruhmannsfelden lockte uns eine Konditorei zu einer kleinen Kaffeepause. „Mönch wird man aus Berufung, Konditor aus Leidenschaft!“ lautet das Motto des Hauses. Die Torten zu besonderen Anlässen zeugen von Fantasie und hoher Backkunst. Der Zwetschgendatschi war exzellent.

In Gotteszell sahen wir den großen Bahnhof der Waldbahn mit einigen von der Demontage verschonten Verladebühnen und Schuppen. In dem Lokal gegenüber machte eine Radlergruppe Pause. Je näher wir Deggendorf kamen, desto mehr E-Biker kamen uns entgegen. Eine Wandergruppe titulierte uns als letzte unserer Art. Hoffentlich nicht … Kurz darauf wollte uns die Radwegbeschilderung nach steiler Abfahrt geradeaus durch die Wiese in den Totenbach schicken. Auslese?

War das Tal zuerst recht schmal und steil, weitete es sich immer mehr, je weiter wir hinunter zur Donau kamen. Nach Deggendorf hinein ging es am  Kollbach entlang, der bedenklich angeschwollen war. Die Unterführungen unter den Querstraßen hindurch standen alle unter Wasser. Es war der Rückstau der reichlich Wasser führenden Donau. Die Enten fanden es toll und paddelten fröhlich, wo wir eigentlich radeln sollten.

Auf unseren Donautouren waren wir an Deggendorf immer vorbei geradelt. Heute feierten wir auf dem schönen Markplatz der Stadt die gelungene Abfahrt vom Bayerischen Wald mit einem großen Eis. Danach war es nicht mehr weit bis zu unserer nächsten Unterkunft in Plattling an der Isar. Der Name der Stadt macht dem Land rund herum alle Ehre. Keine Höhenmeter mehr – ausgenommen bei der Fahrt über die schöne Fußgänger- und Radelbrücke über die Donau.

Nach der Pizza-Diät in den Mittelgebirgen auf der letzten Tour, kann die bayerische Gastronomie nicht hoch genug gelobt werden . Heute Abend bietet die Küche Galloway Rindfleisch von eigenen Weiden und gutes Bier aus eigener Produktion. Prost!