Tag 26 und Fazit:

Für die Rückfahrt von Bremen hatten wir uns zwei Optionen offen gehalten, mit dem Zug oder mit dem Mietauto.

Nach neuesten Untersuchungen sind Bahnreisen offenbar in Bezug auf Corona doch nicht so problematisch. So entschieden wir uns gegen den Stress auf Deutschlands Autobahnen und für eine Zugfahrt. Der durchgehende EC 9 startet in Bremen kurz vor acht Uhr. Der Weg vom Hotel bis zum Bahnhof war ein Katzensprung. Pünktlich rollte der Zug ein. 

Andrea wollte noch ihre Mutter am Niederrhein besuchen. Aufgrund von Streckenarbeiten fuhr der Zug leider Essen, Andreas Umsteigebahnhof, nicht an. Sie stieg schon in Münster aus und nahm dann einen Zug nach Haltern. Bernhard fuhr weiter nach Freiburg. Von Haltern sind es noch 30 km zu Andreas Heimatort, eine schöne Radtour entlang von Lippe und Wesel- Datteln-Kanal auf einem Teilstück des Römerradwegs von Detmold bis Xanten. 

In Haltern hatten die Römer bis zur Varusschlacht mehrere kleine und ein großes Lager mit Hafen unterhalten. Man vermutet, dass das Hauptlager das im Zusammenhang mit der Schlacht genannte „Aliso“ gewesen sein könnte. Ein Besuch im schönen kleinen Museum und der vor ein paar Jahren neu errichteten, rekonstruierten Lagerbefestigung passte thematisch gut zu unserem Besuch in Kalkriese. Einige Neufunde und neue Rekonstruktionen, wie eine prachtvolle Liege aus einem Leichenbrand, machten den Besuch des Museums wieder sehr interessant.

Bernhard erreichte pünktlich nach 6 Stunden Fahrtzeit Freiburg und rollte dann mit dem Rad nach Hause. Schon interessant, dass man die Strecke, für die wir rund 3 1/2 Wochen gebraucht haben, in so kurzer Zeit mit dem Zug zurückfahren kann.

Insgesamt waren wir auf dieser Tour (ohne Pausentage) 1530 km unterwegs und haben dabei 6377 Höhenmeter überwunden. Wir sind 95 Stunden und 23 Minuten geradelt, d.h. wir haben im Schnitt pro Reisetag 4 Stunden und 46 Minuten im Sattel gesessen und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 16km erreicht.

Wie auch schon in den vergangen Jahren kamen wir gut erholt aus dem Urlaub zurück … und planen schon die nächste Tour. Der Favorit ist die Tour an der Loire. Aber wer weiß, welche Beschränkungen wir im nächsten Sommer berücksichtigen müssen.