Tag 18: Lemgo – Werther (52 km, 302 hm)

Das Lipper Bergland verabschiedete uns heute Morgen mit kühlen Temperaturen, aber regenfrei. Auf kleinen und großen Straßen ging es Richtung Bielefeld. Auf den Richtungsanzeigern der Radwege dominierte jedoch den gesamten Morgen Bad Salzuflen. Es scheint wie eine Spinne im Radwegenetz zu lauern. Bielefeld wurde erst nahe der Stadtgrenze bei einem großen Agrarindustriekomplex angezeigt, zudem noch ganz ausgeblichen. 

Doch der Blick von der Leopoldshöhe zeigte uns, Bielefeld existiert und lebt. Ob es nun integraler Bestandteil einer jeden Radtour zwischen Lipper Land und Teutoburger Wald sein sollte, kann man bezweifeln. Eine Stunde Stadtdurchquerung auf passablen Radwegen, brachte uns eine moderne, quirlige Stadt mit ausgedehntem Einfamilienhaus-Speckgürtel, 70er Jahre Charme in der Innenstadt, Häusern der Gründerzeit und der großen Universität im Stile des Brutalismus nahe,

Überall in Bielefeld hingen, wie in ganz NRW, die Kommunalwahlplakate. Die CDU und Wählergemeinschaften versuchen es mit Moral und Gesicht, die FDP und die Grünen mit Sachaussagen. Nur „Die Partei“ sprang wieder aus der Reihe und unterhielt mit ungewöhnlichen Plakaten,

Nach der Fahrt auf der Universitätsmagistrale waren wir erstaunlich schnell wieder im Grünen und radelten durch die bergige Stille des Teutoburger Waldes auf unser heutiges Tagesziel in Werther zu. Am frühen Nachmittag standen wir vor dem kleinen Wanderhotel. Aber die Zeitplanung erwies sich als gold richtig. Wir waren müde und nutzten die gewonnene Zeit mal wieder für einen ausgiebigen Mittagsschlaf.

Morgen stehen mehr Kilometer auf dem Programm und Bernhard muss in Osnabrück sein Rad zur Reparatur bringen. Das Vorderrad hat eine Acht. Wir sind zudem gespannt auf das Ende unseres Radmultis – das Stadttor von Osnabrück.