Tag 1: Von Neustadt/Schwarzwald nach Kirchen-Hausen (55 km, 472 hm)

Bei diesem Urlaub fiel der Tag 0 – der Anreise-Tag – weg, da wir ja nur eine Stunde mit den Nahverkehrszügen fahren mussten, um zum Ausgangspunkt zu kommen.

Aber auch bei kurzen Reisen kann es genügend Probleme geben. Wir standen abfahrbereit vor dem Haus. Bernhard wollte noch schnell die Fahrkarte auf der praktischen App des heimischen Nahverkehrsbetriebs kaufen: klappte nicht. Die lapidare Meldung: Keine Produkte vorhanden. Kurz gegoogelt und festgestellt, dass auch andere Leute dieses Problem nicht gelöst hatten. Mittlerweile waren es nur noch 10 Minuten bis zur Abfahrt des Zuges und wir standen immer noch vor dem Haus. Andreas App funktionierte und dann hurtig, hurtig zum Bahnhof gesaust. (Übrigens hat später eine einfache Neuinstallation das Problem gelöst).

In Neustadt begann der Urlaub nun wirklich und tatsächlich. Die Sonne beschien die Schwarzwaldtäler, -höhen, -höfe und uns, und wir kamen beim bergauf Fahren langsam ins Schwitzen. Bald hatten wir aber den Punkt erreicht, von dem es nur noch bergab nach Donaueschingen ging: Die „Lange Allee“. Immer schön mit 2% Gefälle sausten wir auf Bräunigen zu, das uns mit einem Narrenbrunnen begrüßte.

Und weiter ging’s bergab. Die Mittagspause konnten wir schließlich in Donaueschingen zu Füßen von Mütterchen Baar und ihrer Tochter, der Donau, einnehmen. Zufällig war es dann auch der erste Punkt, an dem wir eine Aufgabe für den Cache zu erledigen hatten. Als wir dann mit dem Maßband herum hantierten, mussten wir den Umstehenden Rede und Antwort stehen. Sie wünschten uns Glück für unsere Tour.

„Brigach und Breg bringen die Donau zuweg‘.“ Diese wichtige geographische Stelle musste wir natürlich auch besuchen. Das kleine Fogg-Mobil, das wir für 10 Jahre Geocaching geschenkt bekamen, schaut auf diesen denkwürdigen Ort. Weiter ging es durch die weiten Wiesen, die nun die Donau begleiten, immer den Wartenberg, den nördlichsten Hegauvulkan im Blick. Kurz vor unserem ersten Quartier freuten wir uns über das bisher beste Wahlplakat. Am frühen Nachmittag kamen wir in Kirchen-Hausen an. Gar nicht müde, aber froh aus der sommerlichen Hitze ins kühle Hotelzimmer zu wechseln.

Eine Zusatzaufgabe, die wir uns heute gestellt hatten war, die Anzahl der Elektofahrräder und der konventionellen Fahrräder zu zählen. Die nicht elektrisch angetriebenen Fahrräder waren leicht im Vorteil, aber nur ganz knapp: 17 zu 16.

Morgen müssen wir uns der Herausforderung stellen, die Mutter Natur für uns geplant hat. Für drei Tage sagen ihre Auguren Sinnfluten voraus.