Tag 19: Helgoland

Was macht man, nachdem man 1200+ km geradelt ist? Eigentlich war unser Plan ja, die Bahn nach Hause zu nehmen. Aber da wir keinen Platz für die Räder bekommen hatten, mussten wir einen weiteren Tag in Cuxhaven ausharren: Eine gute Gelegenheit, endlich richtig Urlaub zu machen!

Schon seit Ewigkeiten wollten wir zusammen nach Helgoland fahren und so ergriffen wir jetzt die Gelegenheit. Nach einem späten Frühstück ging es um 11:30 Uhr mit der Schnellfähre auf die Nordseeinsel. Das Wetter passte perfekt und mit der neuen Fähre ist auch das Ausbooten kein Problem mehr – man legt einfach an und steigt aus.

Norbert hatte uns den Tipp gegeben, uns antizyklisch zu den anderen Touristen zu bewegen. Also gleich nach der Landung links abgebogen und einen steilen Pfad am roten Felsen entlang auf das Oberland. Von dort konnten wir dann auf unserem Rundweg die roten Klippen, den Lummenfelsen, und die lange Anna bewundern. Am Lummenfelsen sahen wir junge Basstölpel, die von ihren Eltern gefüttert wurden.

Der (geographische) Höhepunkt war die Ersteigung des 61,3 Meter hohen Pinneberg, die höchste Erhebung im Landkreis Pinneberg, zu dem die Insel gehört. Natürlich haben wir uns ins Gipfelbuch eingetragen.

An den sportlichen Teil schloß sich der gemütliche Teil an. In einem Café im Oberdorf genossen wir die Aussicht und den Helgoländer Rundkuchen, gingen ein bisschen shoppen (Linie Aquvit ist hier richtig billig) und schauten uns in der Bude 31 Schmuck aus rotem Feuerstein an.

Nach der Rückkehr nach Cuxhaven suchten wir das Restaurant Hus op’n Diek heim und aßen das letzte Mal norddeutsche Kost. Heute werden wir dann sehr früh das Bett aufsuchen, da morgen früh um 3:30 Uhr der Wecker klingeln wird. Dann ist definitiv Schluss mit lustig.