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Tag 1: Ausflug zur Elbquelle (19+6 km)

Zu früher Stunde wurden wir von Sonne geweckt. Jetzt sah das Riesengebirge schon viel freundlicher aus und machte richtig Lust auf die einzige richtige Bergtour unserer Elbfahrt. Für die lockeren 650 Höhenmeter wurde zuerst mit einem guten Frühstück eine stärkende Grundlage gelegt, bevor wir uns warm anzogen, um den kühlen 7 Grad zu trotzen.

Auf einem bequemen asphaltierten Weg ging es zügig bergan. Bald hatten wir die ersten schönen Ausblicke auf die kahlen Höhen, von wo sich die junge Elbe über hohe Wasserfälle in die Tiefe stürzt. Der Wind war eiskalt, so dass wir bei der  Baude Vrbatova erst einmal eine Wärme- und Trockenpause einlegten, damit wir uns nicht gleich zu Beginn eine Erkältung holten.

Dann ging es zu Fuß zu den Wasserfällen und zur Elbquelle. Hunderte Urlauber hatten die gleiche Idee, die allerdings fast alle den Bus genommen hatten, um auf die 1300 Meter Höhe zu gelangen.

Gletscher und Schmelzwasser haben in Jahrmillionen eine flache Mulde auf dem Bergrücken  und unterhalb  einen großen Kessel mit steilen Wänden geschaffen. Das Elbwasser sammelt sich in der Mulde, einem großen Quell- und Moorgebiet, und stürzt dann 40 Meter hinab in den tiefen Kessel.  Auf unserer Wanderung entlang der Abbruchkante konnten wir immer wieder testen, wie schwindelfrei wir sind.

Um den vielen Wanderern ein Ziel zu geben, wurde ein kleiner Bach mit einer Quellfassung versehen. Oberhalb der nun offiziellen Elbquelle findet man die Wappen aller Elbstädte und die Namen der vielen Nebenflüsse der Elbe.

Zurück bei unseren Rädern stellten wir fest, dass wir tatsächlich bis fast bis zur Quelle hätten fahren können. Aber die Wanderung entlang des großen Talkessels war auch ein Erlebnis. Zurück in der Baude Vrbatova probierten wir eine Knoblauchsuppe und stürzten uns dann auf einem direkten, sehr steilen und im Winter als Skipiste genutzen Weg zurück ins Tal zu unserem Hotel in Spindlermühle.